
Zurück zum Mond – Artemis II
aus astrogeografischer Perspektive
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24. September 2026
Raumfahrt ist längst Teil unseres Alltags geworden. Satelliten umkreisen die Erde, unbemannte Sonden erforschen das Sonnensystem und Menschen leben und arbeiten seit Jahrzehnten in Raumstationen. Doch mehr als ein halbes Jahrhundert lang hatte kein Mensch mehr den erdnahen Raum verlassen und sich auf den Weg zum Mond gemacht. Mit Artemis II änderte sich das – und gerade aus Sicht der Astrogeografie lohnt sich ein genauerer Blick auf diese Mission.
Am 1. April 2026 änderte sich das. Artemis II startete mit vier Menschen an Bord vom Kennedy Space Center in Florida. Commander Reid Wiseman, Pilot Victor Glover sowie die Mission Specialists Christina Koch und Jeremy Hansen flogen zum Mond und kehrten nach gut neun Tagen am 10. April 2026 zur Erde zurück. Es war die erste bemannte Reise zum Mond seit 1972.
Artemis II war dabei der zweite Schritt einer Missionsfolge, mit der die NASA Menschen schließlich wieder auf die Mondoberfläche bringen will. Artemis I hatte 2022 ohne Besatzung stattgefunden. Mit Artemis II folgte 2026 erstmals wieder eine bemannte Mondmission. Für 2027 ist Artemis III vorgesehen, eine bemannte Demonstrationsmission im niedrigen Erdorbit, bei der wesentliche Systeme und Andockmanöver für spätere Mondlandungen erprobt werden sollen. Artemis IV soll nach derzeitiger Planung Anfang 2028 schließlich wieder Menschen auf die Mondoberfläche bringen.
Gerade diese schrittweise Annäherung erinnert an die Apollo-Missionen der 1960er Jahre. Bevor mit Apollo 11 erstmals Menschen auf dem Mond landeten, erreichte Apollo 8 im Dezember 1968 als erste bemannte Mission den Mond. Frank Borman, James Lovell und William Anders umkreisten ihn zehnmal und kehrten anschließend zur Erde zurück. Damit bietet Apollo 8 einen interessanten historischen Bezugspunkt für Artemis II: In beiden Fällen erreichten Menschen im Rahmen eines größeren Mondprogramms den Mond, bevor in einer späteren Mission die Landung folgen sollte.
Apollo 8: eine erste auffällige geografische Verbindung
Start: 21. Dezember 1968
Rückkehr: 27. Dezember 1968

Betrachten wir zunächst Apollo 8 astrogeografisch, fällt eine erstaunlich genaue Verbindung zwischen Start und Rückkehr auf. Im Starthoroskop (21. Dezember 1968) verläuft die Mond-IC-Linie bei etwa 165° westlicher Länge. Der Splashdown erfolgte am 27. Dezember 1968 im Pazifik bei etwa 8,1° nördlicher Breite und 165° westlicher Länge. Die Mond-IC-Linie des Starts führt damit praktisch exakt durch den Längengrad der späteren Rückkehr.
Bei der Untersuchung der drei Missionen fiel mir außerdem eine auffällige Häufung von Verbindungen zu Uranus auf. Deshalb habe ich für den Vergleich gezielt die Uranus-Parane betrachtet.
Ein Paran bezeichnet in der Astrogeografie einen bestimmten Breitengrad, auf dem zwei Planeten gleichzeitig an wichtigen Himmelsachsen stehen. Auf der Karte erscheint ein Paran deshalb als horizontale Linie, die sich entlang dieses Breitengrades um die Erde zieht.
Bereits im Starthoroskop von Apollo 8 zeigt sich eine bemerkenswerte Nähe zum späteren Rückkehrort: Der Sonne-Uranus-Paran liegt bei 9°14′ N und damit nur etwa 126 Kilometer vom Breitengrad des späteren Splashdowns entfernt. Der Uranus-Pluto-Paran liegt bei 6°30′ N. Zusammen mit der Mond-IC-Linie bei 165°00′ W sind damit bereits im Starthoroskop sowohl der Längen- als auch der Breitengrad der späteren Rückkehr auffällig markiert.
Auch im Splashdown-Horoskop bleiben die Uranus-Bezüge in derselben Region: Der Sonne-Uranus-Paran liegt nun bei 6°00′ N, rund 230 Kilometer vom Splashdown entfernt, der Uranus-Pluto-Paran bei 6°40′ N, rund 160 Kilometer entfernt.
Damit begegnen uns bereits bei der ersten bemannten Mondmission sowohl der Mond als auch Uranus in unmittelbarer astrogeografischer Beziehung zum Ort der Rückkehr.
Artemis I: Mond und Uranus verbinden Start und Rückkehr
Springen wir mehr als fünf Jahrzehnte weiter zu Artemis.
Artemis I – Start: 16.11.2022, Rückkehr (Splashdown): 11.12.2022

Im Starthoroskop von Artemis I verläuft die Uranus-MC-Linie bei 112°40 westlicher Länge. Genau dieser Längengrad wird für den Vergleich mit Artemis II noch eine Rolle spielen.
Auf der Breitengradebene finden wir beim Start von Artemis I einen Mond-Uranus-Paran bei 27°43 nördlicher Breite. Artemis I kehrte am 11. Dezember 2022 auf 27°21 nördlicher Breite zur Erde zurück. Der Splashdown erfolgte damit praktisch auf dem Breitengrad dieses Mond-Uranus-Parans.
Der Mond-Uranus-Paran des Starthoroskops verbindet auf diese Weise den Ausgangspunkt der Mission mit ihrem späteren Rückkehrort.
Auf der Längengradebene setzt sich das Bild fort. Beim Start von Artemis II, rund dreieinhalb Jahre später, zu einer völlig anderen Tageszeit, liegt die Uranus-MC-Linie erneut nahezu am selben geografischen Ort, diesmal bei 112°27′ westlicher Länge. Zwischen den Uranus-MC-Linien der beiden Starthoroskope liegen damit lediglich etwa 21 Kilometer.
Artemis II: Die geografischen Resonanzen setzen sich fort
Artemis II – Start: 01.04.2026, Rückkehr (Splashdown): 10.04.2026
Die faszinierenden Zusammenhänge setzen sich fort, wenn wir Artemis I und Artemis II nicht isoliert, sondern miteinander in Beziehung betrachten.
Artemis II kehrte am 10. April 2026 im Pazifik vor der kalifornischen Küste zurück. Der Splashdown lag bei 32°18 nördlicher Breite und 117°48 westlicher Länge.
Auch auf der Breitengradebene taucht Uranus wieder auf. Im Starthoroskop von Artemis II finden wir einen Uranus-Pluto-Paran bei 36°06′ N, der Spashdown hatte den Uranus-Pluto-Paran bei 36°49′ N sowie einen Mond-Uranus-Paran bei etwa 36°40′ N.
Und noch ein Längengrad kehrt wieder: 165° westlicher Länge. Dort landete Apollo 8, dort verlief im Starthoroskop von Apollo 8 die Mond-IC-Linie und im Starthoroskop von Artemis II finden wir auf diesem Längengrad die Halbsumme Saturn/Neptun, wobei Saturn und Neptun selbst geografisch vergleichsweise nahe liegen.

Und was zeigen die Horoskope der Astronauten?
Bis hierhin haben wir die Ereignishoroskope von Start und Rückkehr betrachtet. Bei einer bemannten Mondmission liegt es natürlich nahe, auch die persönlichen Horoskope der vier Astronauten einzubeziehen.
Von den vier Besatzungsmitgliedern, drei Astronauten und einer Astronautin, liegt nur für Victor Glover eine verlässliche Geburtszeit vor. Deshalb habe ich Achsen, Häuser und Mondpositionen aus einem Vergleich aller vier herausgelassen. Zwei fürs Thema interessante Themen fallen dennoch auf.
Alle vier wurden mit der Sonne in einem fixen Zeichen geboren. Damit haben sie auf einer Ebene eine Gemeinsamkeit in ihrer persönlichen Dynamik, die für die Zusammenarbeit und die gemeinsame Zeit auf äußerst begrenztem Raum vermutlich eine gute Grundlage und Beharrungsvermögen gegeben hat.
Noch auffälliger ist Mars. Bei drei der vier Besatzungsmitglieder steht Mars out of bounds, also weiter von der Ekliptik entfernt, als die Sonne jemals gelangen kann. Astrologisch wird ein solcher Mars unter anderem mit einem erhöhten Maß an Mut und Risikobereitschaft sowie mit der Fähigkeit verbunden, auf eine Weise zu handeln, die konventionelle Grenzen überschreitet. Für Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen überschreiten und die Erde verlassen, ist das eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit.
Bei Christina Koch steht Mars nicht out of bounds. Dafür finden wir bei ihr eine Sonne-Mars-Konjunktion im Wassermann. Das Thema Tatkraft, Eigenständigkeit und der Wille, ungewöhnliche Wege tatsächlich zu beschreiten, erscheint damit in ihrem Horoskop in anderer Form. Koch sagte in einem Interview, dass für sie bereits als Kind feststand, Astronautin werden zu wollen.
Victor Glover: persönliche Astrogeografie
Von Victor Glover besitzen wir als einzigem der vier Astronauten eine verlässliche Geburtszeit. Glover wurde in Pomona, Kalifornien geboren, praktisch auf demselben Längengrad, auf dem Artemis II Jahrzehnte später im Pazifik landete. Man könnte sagen: Treffer – versenkt.
Seine persönliche Astrokartografie macht die Verbindung noch deutlicher. Saturn steht bei etwa 118°33′ westlicher Länge am IC, also wiederum unmittelbar im Bereich des Artemis-II-Splashdowns.
Zugleich ist Saturn in Glovers Geburtshoroskop Herrscher seines MC im Steinbock und damit Signifikator für Karriere, öffentliche Wirksamkeit und seinen Beitrag zur Gesellschaft. Saturn selbst steht im Krebs, dem Zeichen des Mondes. Auch hier begegnet uns damit erneut das Mondthema.
Eine weitere Verbindung führt zu 165° westlicher Länge. Dort steht in Glovers Astrokartografie Neptun am MC. Es ist exakt jener Längengrad, auf dem Apollo 8 1968 zur Erde zurückkehrte und auf dem im Starthoroskop von Apollo 8 der Mond am IC stand.
Relozieren wir Glovers Horoskop auf diesen Bereich, fällt ein weiteres Detail auf: Dort liegt sein Aszendent in den Fischen. Folgt man der modernen Herrscherzuordnung, ist Neptun damit Herrscher dieses relozierten Aszendenten und steht zugleich am MC. Über 165° W entsteht so eine weitere Verbindung zwischen der persönlichen Astrogeografie eines Artemis-II-Astronauten und dem Rückkehrort der ersten bemannten Mondmission.

Ein halbes Jahrhundert und wiederkehrende Orte
Apollo 8, Artemis I und Artemis II liegen Jahrzehnte auseinander. Die technischen Voraussetzungen haben sich grundlegend verändert, die Missionen hatten unterschiedliche Aufgaben und ihre Horoskope entstanden zu völlig unterschiedlichen Zeiten.
Umso bemerkenswerter sind die geografischen Wiederholungen. Mond- und Uranus-Linien sowie ihre Parane verbinden mehrfach Orte von Aufbruch und Rückkehr. Bestimmte Längengrade tauchen über verschiedene Missionen hinweg erneut auf und reichen im Fall Victor Glovers sogar bis in das persönliche Horoskop eines Besatzungsmitglieds hinein.

Astrogeografie als Methode
Ich beschäftige mich seit mittlerweile rund 18 Jahren intensiv mit Astrogeografie und ihren unterschiedlichen methodischen Ansätzen. Ihre Faszination hat für mich in dieser Zeit nichts verloren. Fälle wie dieser zeigen immer wieder Zusammenhänge, die man sich kaum ausdenken könnte.
Eine MC- oder IC-Linie eines Planeten befindet sich für ein bestimmtes Horoskop nicht beliebig irgendwo auf der Welt, sondern auf einem ganz bestimmten geografischen Längengrad. Und nur einmal! Ebenso aktiviert ein Paran (gleichzeitige Achsenstellung zweier Planeten auf einem bestimmten Breitengrad) einen bestimmten Breitengrad. Wenn sich über mehrere, Jahrzehnte auseinanderliegende Ereignisse hinweg ausgerechnet Mond- und Uranus-Bezüge an den tatsächlichen Orten von Start und Rückkehr wiederholen, entsteht eine bemerkenswerte Häufung.
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Du kannst also dort einsteigen, wo du gerade stehst: Astrogeografie lernen oder Astrogeografie gemeinsam mit anderen in der Praxis erforschen und vertiefen.
Was bedeutet das für Dein eigenes Horoskop?
Die Artemis-Missionen sind ein Beispiel aus der Mundanastrologie. Doch dieselben astrogeografischen Prinzipien lassen sich natürlich auch auf das persönliche Geburtshoroskop anwenden. Dein Horoskop erzeugt seine ganz eigenen geografischen Muster und verbindet bestimmte Orte mit unterschiedlichen planetaren Themen und Potenzialen.
Das kann besonders wertvoll sein, wenn Du über einen Umzug nachdenkst, zwischen verschiedenen Orten wählen möchtest, einen internationalen beruflichen Einsatz planst oder Dich einfach fragst, warum bestimmte Orte in Deinem Leben eine besondere Rolle zu spielen scheinen.
In einer individuellen Astrogeografie-Analyse können wir untersuchen, welche Orte für Dein Horoskop besonders relevant sind und welche Bedeutung sie für Deine persönlichen oder beruflichen Pläne haben können.

