Iran: Eine Neumond-Betrachtung zur aktuellen Zeitqualität

Zum ersten Neumond im Jahr am 18.01.2026

18. Januar 2026

Diese Iran Neumond astrologische Analyse basiert auf dem aktuellen Neumond-Horoskop, berechnet auf Teheran, und dient der Einordnung der gegenwärtigen Zeitqualität.

Ich habe mich als Astrologin mit dem aktuellen Neumond beschäftigt und dieses Horoskop auf den Iran bezogen. Was folgt, ist keine Vorhersage im klassischen Sinne, sondern eine astrologisch begründete These zur gegenwärtigen Zeitqualität, die ich ausdrücklich zur gemeinsamen Beobachtung und zum fachlichen Austausch stelle. Gerade in einer so zugespitzten Lage erscheint es mir sinnvoll, Entwicklungen über einen Zyklus hinweg zu begleiten und verschiedene Ebenen miteinander zu verbinden.

Zum Zeitpunkt dieser Betrachtung befinden wir uns unmittelbar vor dem Neumond. Diese Phase steht astrologisch für das Abwickeln und Zuspitzen dessen, was sich im bisherigen Zyklus aufgebaut hat. Konflikte zeigen sich unverhüllt, Belastungen erreichen ihren Höhepunkt, und es wird deutlich, welche Strukturen nicht mehr tragfähig sind. Der Neumond selbst markiert dann nicht sofort eine Lösung, sondern zunächst nur das Samenkorn dessen, was sich im kommenden Zyklus entwickeln kann.

Die aktuelle Lage im Land ist dabei unübersehbar. In den vergangenen Tagen haben wir alle verfolgt, dass es im Iran offene, massive Proteste gibt. Der Widerstand der Bevölkerung ist klar sichtbar und wird mit äußerster Härte beantwortet. Die Repressionen, die Gewalt durch staatliche Organe und die hohe Zahl an Todesopfern machen deutlich, wie existenziell diese Auseinandersetzung ist. Für das Volk haben diese Proteste dramatische Konsequenzen, die den Alltag unmittelbar bedrohen.

Der Neumond spiegelt diesen Zustand sehr deutlich wider. Der Fokus liegt auf dem Inneren des Landes und auf der Bevölkerung. Gleichzeitig zeigt sich eine enge, kaum lösbare Verklammerung zwischen Volk und Regierenden. Die Regierung klammert sich mit drastischen, repressiven Maßnahmen am Status quo fest, obwohl immer deutlicher wird, dass die Grundlage – die Zustimmung und der Rückhalt des Volkes – nicht mehr gegeben sind. Ein Zurück in alte Strukturen erscheint ebenso unmöglich wie eine schnelle Lösung nach vorn. Daraus entsteht ein Zustand des Stillstands, ein Patt, das sich nicht durch punktuelle Zugeständnisse auflösen lässt.

Astrologisch wird diese Zuspitzung unter anderem durch die sich weiter aufbauende Konjunktion von Venus und Pluto angezeigt. Da dieses Neumond-Horoskop für Teheran einen Waage-Aszendenten hat, ist Venus in diesem Fall die Repräsentantin des Landes selbst: seines äußeren Erscheinungsbildes, seines Images und dessen, was nach außen sichtbar wird. Die Annäherung an Pluto verweist auf massive Restriktionen, auf Machtmissbrauch, Ohnmacht, Kontrolle und Gewalt – auf einen Konflikt, der sich weiter zuspitzt und potenziell zerstörerische und auch tödliche Dimensionen annimmt.

Pluto steht dabei im Wassermann, was die kollektive Ebene besonders betont. Formen von Kontrolle über die Bevölkerung, insbesondere über Kommunikation, Vernetzung und Informationsfluss – etwa durch Internetsperren – lassen sich klar mit dieser Konstellation in Verbindung bringen. Dass Venus erst jetzt in dieses Zeichen eingetreten ist und sich Pluto weiter nähert, unterstreicht, dass diese Dynamik nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiter verdichtet.

Hinzu kommt, dass Pluto in diesem Horoskop das zweite Haus beherrscht. Damit wird die Zerstörung oder massive Bedrohung der materiellen und wirtschaftlichen Grundlagen des Landes angezeigt. Es geht um kollektive Einnahmen, um finanzielle Existenzsicherung und um die elementaren Voraussetzungen des täglichen Lebens. Diese Ebene ist nicht abstrakt, sondern existenziell – und sie betrifft die Bevölkerung unmittelbar.

Diese Einschätzung habe ich auch im Austausch mit Bernhard Firgau diskutiert, den ich an dieser Stelle gern erwähne. Wir waren uns einig, dass selbst dann, wenn man das Horoskop der Ausrufung der Islamischen Republik nicht als klassisches Länderhoroskop versteht, sondern als Horoskop dieser spezifischen Regierungsform, die aktuelle Zeitqualität in enger Resonanz dazu steht. Die Krise und die extreme Belastung der religiösen Führung sind deutlich sichtbar. In diesem Zusammenhang lassen sich auch Szenarien wie Rückzug, Machtverlust oder ein Leben im Exil oder in abgeschirmter Anonymität denken – als Möglichkeiten, nicht als Festlegungen.

Auch die Rolle der Iranische Revolutionsgarden findet sich in diesem Neumond-Horoskop wieder. Sie erscheinen als ausführende Macht, als Instrument der Repression und der Aufrechterhaltung des Systems. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Ebenen – politische Realität, gesellschaftliche Dynamik und astrologische Symbolik – miteinander zu kombinieren, statt sie isoliert zu betrachten.

Dabei spielt auch das Ausland eine ambivalente Rolle. Wirtschaftlicher Druck und Sanktionen haben reale Auswirkungen – nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern unmittelbar auf das Leben der Menschen. Die Politik der USA wirkt in diesem Zusammenhang zwiespältig: Einerseits werden konkrete Maßnahmen ergriffen, andererseits verschärfen diese die materielle Notlage der Bevölkerung weiter, ohne eine Perspektive auf Lösung zu eröffnen.

Die historisch belastete Vorgeschichte verstärkt diese Skepsis. Der Sturz des demokratisch gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mohammad Mosaddegh in den 1950er-Jahren durch gezielte Interventionen der USA und Großbritanniens sowie ihrer Geheimdienste ist tief im kollektiven Gedächtnis des Landes verankert. Damals ging es nicht um gesellschaftliche oder politische Verbesserung, sondern um macht- und wirtschaftspolitische Eigeninteressen. Diese Erfahrung prägt bis heute die Wahrnehmung ausländischer Eingriffe – insbesondere militärischer – als Bedrohung statt als Hilfe.

Weitere Informationen zum Iranischen Schicksalsjahr 1953 findet Ihr auf der hier verlinkten Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Was sich aktuell astrologisch zeigt, ist noch kein neuer Anfang, sondern das konsequente Durchlaufen einer Endphase. Es ist die Phase des Zuspitzens, Offenlegens und Abwickelns dessen, was sich seit dem letzten Neumond aufgebaut hat. Erst mit dem Neumond wird die Keimzelle für das gelegt, was sich weiterentwickeln kann. Ob daraus innerhalb dieses Zyklus tatsächlich eine neue Ära entsteht, bleibt offen. Deutlich ist jedoch: Das Alte trägt sich nicht mehr selbst.

In diesem Sinne verstehe ich diese Neumond-Betrachtung als Spiegel einer maximal angespannten Zeit – und zugleich als Einladung, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Gerade der kommende Neumond, der mit einer Finsternis zusammenfällt, dürfte eine zusätzliche Dimension eröffnen, da solche Konstellationen häufig mit Machtverlusten und tiefgreifenden Umbrüchen verbunden sind.

Diese Einschätzung ist ausdrücklich als Einladung gedacht: zum Mitdenken, zum Weiterbeobachten und zum fachlichen Austausch – astrologisch wie im Abgleich mit der realen politischen und gesellschaftlichen Dynamik.

Diese Iran Neumond astrologische Analyse versteht sich nicht als Prognose, sondern als Einladung zur weiteren Beobachtung.

Ich freue mich auf den Austausch.

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